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Die Melachkatastrophe von 1965

Quelle: Oskar Pielmeier - Kematen in der Geschichte

In dieser Zeit ereignete sich auch die größte Melachkatastrophe seit 1871. Mitte Juni 1965 lagen noch groBe Schneemassen auf den Bergen, und plötzlich stieg die Temperatur an. Der Schnee schmolz, tagelange Regenfälle, begleitet von heftigen Gewittern, besonders im Bereich des Saiges und in der Fotsch, setzten ein und ließen die Melach in ihrem Unterlauf über die Ufer treten. Die Dämme, obwohl erst 1925 und 1939 ausgebaut, hielten nicht. In der Nacht zum 20. Juni brachen sie. Die Wassermassen überschwemmten die anliegenden Unterperfner Felder und unterspülten den Bahndamm, sodaß seine Gleise in der Luft hingen. Nur mit Mühe, besonders da der Regen anhielt, gelang es den Feuerwehren von Kematen und Unterperfuß, unterstützt von den benachbarten Feuerwehren, Bundesheersoldaten und vielen Freiwilligen, die Melach wieder in ihr Bett zu bringen. Erst mit 2. Juli galt die Gefahr als gebannt, und bald danach konnte auch der Zugsverkehr wieder aufgenommen werden.

Um die Melach nun wieder verbauen zu können, wurde sie von der Straßenbrücke bis zur Mündung in ein westliches Behelfsbett geleitet. Die Kosten dafür, für die Uferbauten und für eine Geschiebesperre beim Messerschmittwerk, die auf 60 000 m³ ausgelegt war, kamen etwa auf 35 Mill.S, wovon Kematen und Unterperfuß je 2,1 % zu tragen hatten. Der Schaden an den Kulturen selbst wurde auf 200 000 S geschätzt. Ein Gutes hatte die Katastrophe, es kam eher zum Bau der Umfahrungsstraße, die östlich der Melach ins Sellrain führte.
 

Di, 25. Juli 2017
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