Ortsansicht Kematen
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Geschichte (Überblick)

LAGE

Kematen liegt 610m über dem Meer auf einem ziemlich flachen Schuttkegel der Melach. Der Ort, 10 km westlich von Innsbruck, zwischen den nördlichen Kalkalpen und den Zentralalpen gelegen, gilt als erster Ort im Unterinntal, das Melach und Martinswand vom Oberinntal scheiden. Kematen grenzt im Osten an die Marktgemeinde Völs, im Süden an die Gemeinden Birgitz, Axams und Grinzens, im Westen an die Gemeinde Unterperfuss und im Norden an die Marktgemeinde Zirl. Kematen hat 2.579 EinwohnerInnen (Stand 01.Jänner 2013).

KLIMA

Das mittlere und obere Inntal zählen zu den niederschlagsärmsten Gebieten von Tirol. Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt kaum 800 mm. Es gehört aber zu den windreichsten Gegenden, besonders der Raum um Kematen. Der Föhn (warmer Fallwind) tritt in Kematen weniger heftig und später auf als in Innsbruck. Als "Türkenröster" trägt er im Herbst zur Reife des Maises bei. Die Martinswand strahlt dermaßen die Wärme zurück, dass die Temperatur meist etwas höher liegt als in den benachbarten Dörfern, was sich auf die Landwirtschaft besonders günstig auswirkt.

Der Name

Der Ortsname Kematen wird vom mittelhochdeutschen "kemenate" abgeleitet, was so viel wie "beheizbares Gemach" bedeutet, damit ist ein mit einem Kamin versehenes Gemach gemeint. Im Laufe der Jahrhunderte ist daraus der Name Kematen entstanden. Insgesamt gibt es im deutschen Sprachgebiet 45 Orte, die so oder ähnlich geschrieben werden .Davon liegen allein 9 im übrigen Österreich (bei Amstetten, bei Grieskirchen, am Innbach, bei Krems, bei Salzburg, bei Ried i. Innkreis … ) 3 Orte mit gleichem Namen liegen in Südtirol (Ptitsch, im Arntal und auf dem Ritten). Östlich von Kematen liegen die zur Gemeinde gehörenden Weiler Afling (entstanden aus "Avelunges" ) und Michelfeld (bedeutet "das große Feld").

Die Sage von der Entstehung des Namens Kematen: Als sich Kaiser Maximilian I. bei der Gämsenjagd verstiegen hatte und nicht vor und rückwärts kam , soll er in seiner großen Not immer wieder gerufen haben: "Wenn sie doch kematen, wenn sie doch kematen (Wenn sie doch bald kommen würden)!" Gemeint waren die Leute der nahegelegenen Ortschaft. Ein junger Jäger soll den Kaiser dann gerettet haben. Seither hat unser Dorf den Namen Kematen.

KEMATENS GEWÄSSER

Der Inn, die Melach, der Sendersbach, der Mühlbach, der Gießen.
Unser gutes Trinkwasser kommt aus dem Senderstal.

BERGE IN DER UMGEBUNG

Die Martinswand, der Rosskogel, das Rangger Köpft, das Axamer Kögele, die Hohe Munde, der Patscherkofel, der Hechenberg, die Frau Hitt ...

KEMATEN IN ALTER ZEIT

Über Alter und Ursprung Kematens lässt sich nichts Genaues sagen, da beim Einfall der Bayern und Franzosen 1703 das Dorf ein Raub der Flammen wurde und alle schriftlichen Aufzeichnungen verbrannt wurden (Bekannt als "Bayrischer Rummel"). Daran erinnert auch die Annasäule in Innsbruck. Die vorhandenen Urkunden reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Anfangs sollen in Kematen neun große Bauernhöfe gewesen sein, in deren unmittelbarer Nähe sich ein Kornkasten befand, in dem die Zehentabgabe für die Herrschaft in Innsbruck gelagert wurde. Zwei solche aus runden Bachsteinen erbaute Kornkästen gibt es heute noch.

KEMATEN IN NEUER ZEIT

Eine Veränderung brachte die Zeit um 1900 mit sich. Die Arlbergbahn wurde eröffnet, die Straße ins Sellraintal gebaut, das E-Werk errichtet und die Raiffeisenkassa gegründet. Im Süden des Dorfes entstanden während des Zweiten Weltkrieges das Messerschmittwerk, in dem Flugzeugbestandteile gefertigt wurden. Im Norden des Dorfes wurde während des Zweiten Weltkrieges eine Siedlung für ausgewanderte Südtiroler errichtet, die im Werk beschäftigt wurden.

Ein großer Schritt in der Entwicklung von Kematen war dann um1965 die Grundzusammenlegung, die dem Verkehr, der Landwirtschaft, der Bevölkerung, der Kirche, der Schule, dem Sport und der Industrie die entsprechenden Räume zuwies. Eine ganze Reihe von infrastrukturellen Einrichtungen (Kanal, Wasser, Beleuchtung, Sportstätten, Wohnheim für ältere Menschen ...) wurden in den letzten Jahren getätigt und abgeschlossen, so dass in Kematen ein gutes Zusammenleben der Dorfbevölkerung möglich ist.

KEMATEN UND DIE INDUSTRIE

In Kematen sind etwa insgesamt 50 größere und kleinere Betriebe angesiedelt, die alle 3 Jahre mit Betrieben aus der Umgebung bei einer Herbstmesse von ihrer
Leistungskraft Zeugnis ablegen, z. B. Der Bäcker Ruetz, die Baufirmen Porr und Alpine-Mayreder, Holzlager Pichler, das Autohaus Mühlbacher, um nur einige zu
nennen. Sie bieten viele gesicherte Arbeitplätze.

VEREINE

Kematen hat viele Vereine und Kulturträger, so z. B. Musikkapelle, Kirchenchor, Frauenchor, Männerchor ,Theaterverein Schützenkompanie, Feuerwehr u. v. m. Sie sorgen für die Umrahmung der kirchlichen und weltlichen Fest- und Feiertage. Viele bemühen sich fiir eine sinnvolle Freizeitgestaltung: der Sportverein mit vielen Sektionen, der Krippenverein, die lungschar, die Sportschützen, der Gartenbauverein, Bergwacht, Landjugend, Jugendclub usw.

Die Gemeindeführung unternimmt alles, um die Gemeinde lebenswert zu gestalten und die Lebensqualität für die Zukunft zu sichern.

SEHENSWÜRDIGKEITEN IN KEMATEN UND DER UMGEBUNG

• Die Pfarrkirche mit dem einzigen dreizwiebeligen Kirchturm der Diözese
• Innsbruck. Sie ist dem Hl. Viktor und der Hl. Magdalena geweiht.
• Die Lotter'sche Grabstätte im Friedhof
• Die Kaiser Ferdinand-Wasserfälle
• Die Kaiser-Max-Grotte in der Martinswand
• Die Kemater Alm im Senderstal
• Der Blasiusberg in Völs
• Das Schloss Ferklehen in Unterperfuss ...

KEMATEN IST SCHULORT

Kematen ist auch Schulzenrum. Neben der Volkschule sind hier die Sprengelhauptschule, die Polytechnische Schule, die regionale Landesmusikschule und die Höhere Schule für Landwirtschaft und Ernährungswissenschaften zu Hause.

 

Mo, 26. Juni 2017
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